| Goebel DNA Genealogie |
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Hypothese |
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Seit langer Zeit wird unter einigen Genealogen gerätselt, wo die Almeroder Tiegelmacher herkamen. Es gab schon lange den Verdacht, dass die Tiegel- und Glasmacher Goebel aus Laubach den gleichen „Urvater“ haben. Diese Hypothese wird aus folgenden Betrachtungen abgeleitet: |
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Der Nachweis ist heute, über eine DNA
Analyse durchführbar, wenn man je einen Repräsentanten findet, der aus der
Linie der Glasmacher (Laubacher Göbel) und aus der Linie der Tiegelmacher
(Großalmerode Goebel) kommt. Über das Internet fand ich in den
Niederlanden einen Herrn Göebel, der seine Abstammung bis Adam Göbel (1550
Laubach) nachweisen kann. Mit dem Niederländer und einem Großalmeroder
Herrn Goebel, der wie ich seine Abstammung auf Baltzer Balthasar Göbbel
(1620) zurückführen kann, beschlossen wir die Durchführung einer
Genanalyse.
Die Analyse ergab, dass es in mindestens vierzig zusammenhängenden Generationen zu keiner illegitimen Vaterschaft gekommen ist. Die beiden Goebel-Linien haben somit einen gemeinsamen Urvater, der zwischen 1350 und 1410 gelebt haben muss. |
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In meinem Fall ist der Haplotyp (in Klammern die relative Häufigkeit in meiner Datenbank mit mehr als 500 Einträgen): Auswerte Güte: gut, mittelmäßig, mäßig DYS
19
14
37% DYS
389 II 29 53% |
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Wie
funktionier DNA Genealogie
Direkte Verwandtschaft lässt sich durch den Vergleich der‚ genetischen Fingerabdrücke verschiedener Personen bestimmen. Jede teilungsfähige Körperzelle enthält in ihrem Kern das komplette Erbgut des Individuums, aufgebaut aus DNA-Molekülen, die in ihrer internen Sequenzabfolge die genetische Information tragen.Bestimmte variable Sequenzbereiche kommen in verschiedenen Varianten vor, sogenannte Allele (Wiederholungen von Basenpaaren). Auf dem ausschließlich bei Männern vorkommenden Y-Chromosom liegende Allele werden ohne Veränderung an die Söhne weiter vererbt. So sind alle Mitglieder einer direkten männlichen Abstammungslinie in allen Generationen durch identische Allelmuster auszeichnen (Im folgenden Bild ist mein Gentyp, farbmarkiert dargestellt). Bei der hier vorgenommenen Analyse wurden 9 Genorte, mit hoher Varianz ausgewertet. |
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| Am Genort DYS 19 hat Herr Mustermann Allel 12 |
Am Genort DYS 19 hat HH Goebel Allel 14 |
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Sehr
geehrter Herr GOEBEL,
ich
freue mich, schon rund 2 Wochen nach dem Eingang der letzten Probe
Ihnen die Ergebnisse der Analyse zustellen zu können.
Alle
Haplotypen kommen in der Charite-Datenbank mit derzeit 13.447 Einträgen
vor, welche als Maß für die statistische Häufigkeit von Haplotypen
verwendet wird. Im Falle der übereinstimmenden Haplotypen von
HANS-HERMANN und WOLF GÖ(OE)BEL finden sich je 19 Treffer. Dies
entspricht einer Häufigkeit von 0,141 % (1:708) und ist damit als
,selten' zu einzustufen. Noch seltener ist der Haplotyp von Wim Göebel
mit 0,03% (1:3362). Entsprechend unwahrscheinlich sind rein zufällige
Übereinstimmungen der Haplotypen zu bewerten. Es ist darauf
hinzuweisen, dass diese zu wissenschaftlichen Zwecken geführte
Datenbank keine personenbezogenen Informationen offen legt, so dass
die Betreffenden nicht ausfindig gemacht werden können.
Der
Haplotyp von WIM GÖEBEL weicht vom Haplotyp der anderen 2 Personen an
2 Markern um je einen Schritt ab, so dass zwischen den Haplotypen 2
Mutationsereignisse liegen. Da alle Haplotypen selten sind, ansonsten
aber übereinstimmen, halte ich eine gemeinsame biologische Abstammung
für naheliegend, wenn man diese 2 Mutationsereignisse zwischen dem
heutigen Nachfahren Niederländischen Linie ,WIM GÖEBEL' und den
anderen 2 Personen annimmt. Dies ist um so wahrscheinlicher, je mehr
Generationen zwischen dem gemeinsamen Stammvater und der
Gegenwart liegen. Wenn man die gemessenen Mutationsraten der
beiden betreffenden Marker (DYS 385 und 390) zugrunde legt, ergeben
sich durchschnittlich 2 Mutationen, wenn der letzte gemeinsame
Stammvater 13 Generationen vor den gegenwärtigen Nachfahren lebte.
Damit
entsprechen die gefundenen 2 Mutationen in etwa der Zahl an
Generationen bis zum angenommenen gemeinsamen Stammvater der Glas- und
Tiegelmacher, welcher somit als
Mit
freundlichen Grüßen
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de familie Göebel
http://home.hetnet.nl/~goebelw/goebel.html
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Der Abstand in dem die Mutationen auftreten ist nach Kayser und Sajantila (2001) 350 Generationen je Genort. Da hier neun Genorte betrachtet werden ist mit einer Verschiebung zwischen 38 Generationen zu rechnen. Da die Betrachtung über zwei Linien läuft halbiert sich der Abstand auf 19 Generationen. Annahmen: alle 19 Generationen eine Mutation. Je Generation 31 Jahre (Mittelwert bis 1550 in den Goebel Linien) Ergebnis: Vor ca. 590 Jahren verzweigten sich die Äste mit gleichen Namen. ca. 1410 hat der gemeinsame Ur Vater gelebt! Anmerkung von Gen by Gen Dr. Schmidt: Zur Mutationsrate noch einmal folgende Rechnung: nimmt man die durchschnittliche Mutationsrate für die betroffenen DYS 385 und DYS 390, so ergibt sich nach Kayser & Sajantila 2001 4,23*10 exp -3 oder 1 Mutation alle 236 Generationen (statt 2,88*10 exp -3 entsprechend alle 346 Generationen). Geteilt durch 9 (Genorte) sind es 26,25 Generationen; beim Vergleich heute lebender Nachfahren halbiert sich der Wert noch einmal auf 13 Generationen. Bei 13 (40 zusammenhängenden) Generationen liegen wir ungefähr im erwarteten Bereich, zumal hier ja auch zahlenmäßig keine statistisch repräsentative Stichprobe vorliegt. |
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http://www.kracke.org/blog/?cat=13
Ahnenforschung der Familie Christina, Timo und Eve Kracke, mit der Nutzung der DNA Genealogie. |
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