Die ANTI Göbel Legende  

 

Jan. 2007:

Es erscheint das Buch "Die Göbel-Legende" Der Kampf um die Erfindung der Glühlampe  von Hans-Christian Rohde  

Verlag: zu Klampen  ISBN 978-3-86674-006-

Das Buch zeichnet sich durch eine hervorragende Darstellung und Auflistung der Quellen aus!

Die Schlussfolgerungen sind aus meiner Sicht mangelhaft. Durch Unkenntnis des Autoren über die technischen Möglichkeiten in der Zeit von 1800 bis 1840 kommt es zu falschen Aussagen. Aus der heutigen Sicht zu glauben, das mit dem Buch die ganze technische Geschichte zum Thema Glühlampe ans Tageslicht gefördert wurde, ist nicht gegeben. Das Bucht trägt viel mehr da zu bei, dass die Geschichte um die Glühlampe noch intensiver analysiert wird.

Die Aussage Heinrich Göbels, das er das Wissen über die Technologie der Glühlampe von einem Herrn Münchhausen hatte, lässt nur die Formulierung Miterfinder zu. Ich habe den ERFINDER auf MITERFINDER geändert.

Die Folgenden Informationen, dienen der Richtigstellung, der in dem Buch gemachten, Falschaussagen.

Die Meinungsbildung zum Buch "Die Göbel Legende" ist abgeschlossen! Die Forschungen zum dem Punkt "Stand der Technik" zwischen 1800 und 1840 wird noch weiter gehen.

Das Zwischenergebnis wurde am 2. November 2007 um 19:00 Uhr in den Heinrich-Göbel-Stuben in Springe vorgetragen.

Genealogie des Heinrich Göbel; Erfinder der Glühlampe oder ein Hochstapler?

Referent: Hans-Hermann Goebel

 
Zeitungsberichte:

HAZ 5.11.2007:

 

Neue Deister Zeitung 5.11.2007:

 

 
PRO Legende

 

 

 


Die Göbel-Legende. Der Kampf um die Erfindung der Glühlampe

von Hans-Christian Rohde von Zu Klampen (Broschiert - Januar 2007)

Anmerkungen: Objektivität ist nicht zu erkennen. Nimmt die Kritik nicht konstruktiv auf.

 

Heinrich Goebel - Aufstieg und Fall einer deutschen Legende

Dr. Frank Dittmann
Abteilungsleiter Neue Energietechniken,
Starkstromtechnik, Automatisierungstechnik,
Deutsches Museum; Museumsinsel 1; D-80538 München

Anmerkungen: Lehnt sich in großen Teilen an das Buch des Herrn Rohde an. Setzt sich jetzt mit den neuen Quellen auseinander.

Dietmar Moews, 31832 Springe, Sudetenstr. 4  taucht im Internet auch als layday auf.    http://www.dietmarmoews.com

http://www.soccercorner.de/index.php?s=d87b7b3b4760c00c83884e4157a9c514&showtopic=13664&st=60&#entry176367

... usw. wer sich in diesen historischen angelegenheiten etwas auskennt, weiß, dass die quellen dazu überwiegend in springe archiviert sind, aber in us-englischer sprache abgefasst, von den goebel-indianern nicht gelesen und nicht gekannt werden. weitergehend ist es leider so, dass das bunte goebel-legende-buch von zuklampen - egal wie, ob mit oder ohne englisch-kenntnissen abgefasst - ebenfalls keinerlei zureichende quellenkenntnis, quellenkritik, ja, nicht mal eine akzeptable zitation aufweist, sondern ein dummes machwerk ist. aber seit dem erscheinen dieses buches, die lokale presse und alle interessenten, dieses buch nun als ihre quelle zum thema goebel verwenden. und - ich räume es ein - aufgrund meiner intervention bei der leibniz-universitaet hannover - dieses nicht satzungsgemäße buch, als dissertation zu einer vorschriftsmäßigen publikation, schriftlich erklärt worden ist, dennoch der vorschrift nicht entspricht: es enthält weder imprimatur noch die angabe der beiden gutachter; ferner ist es allerdings aus wissenschaftlicher sicht nicht auf dem forschungsstand des redaktions- und untersuchungszeitpunktes und zwar schwerwiegend nicht. d.h. dieser mangel lässt die hypothesen des buches ins leere gehen; ferner ist es als methode oder, sagen wir, untersuchungsverfahren, ein impressionistischer zettelkasten - der autor kennt keine methoden, die dissertation wurde vom ersten gutachter prof. dr. hauptmeyer nicht betreut, die kritik in den gutachten wurde vom doktoranden nicht eingearbeit - alles inferiore kacke, kurz gesagt.

die behauptung, dass es dort ein solches buch gäbe, in dem über eine universitaet hannover (polytechnische lehranstalt o.ä) und deren glühlampenfach vor 1848 mehr zu erfahren sei als in hannover selbst, halte ich für ein gerücht. darüber gibt es aber umfangreiche literatur, weshalb zu sagen ist, ein solches geheimtipp-überraschungsbuch, das alles andere umwirft, ist schwer vorstellbar, wenn es denn schon nicht vorgelegt wird, kurz, es gab dieses goebel-münchhausen- wissen - nach den bücher- und zeitschriftenlisten der hannoverschen bibliothek - damals in hannover nicht. bei goebel in springe schon überhaupt nicht. jedoch sagt das ohnehin nichts zur frage, wer was wann erfunden haben will oder nicht.

.....das heißt hier abschließend: der nachfahre goebels (da bin ich mit gemeint) hatte überhaupt nur kurz in diesem unhaltbaren zuklampen-buch herum gelesen, daher seine überaus unzureichenden goebel-kenntnisse und nun kroch er damit seinem springer publiklo in die ärsche.

alles dies wissen weder rohde noch zuklampen noch goebels nachfahre, namens goebel, der stammbaumvorträge aufmotzt mit honecker und mit eigener power-point-hochstapelei (der nachfahre ist angeblich elektroingenieur, sagte aber nichts zur lampenerfindung, insbesondere auch nichts zur parfümflasche auf der briefmarke);

 

Bild Titel: guten Appetit

Anmerkungen: Verbreitet seine Meinung im Forum "soccercorner". Er ist nicht an einer objektiven Analyse interessiert. Satt dessen verbreitet er im Forum unqualifiziertes über mich und andere. Was er über mich schreibt ist so erlogen, wie möglicher weise, auch der Rest, den er von sich gibt. Ob Herr Moews sich die Bücher schon betrachtet bzw. gelesen hat? Dann sollte er sich in seinem Forum für seine unqualifizierten Äußerungen entschuldigen und das "angeblich elektoingenieur" zurücknehmen.

CONTRA Legende      

Falsch in den Zeitungsberichten ist, das ich ein Nachkomme von Heinrich Göbel bin. Auf dem neben stehenden Bild ist der Nachkommensbaum der Göbel Linien dargestellt und man kann sehen, das es um 1540 einen gemeinsamen Ur...Ur Vater gegeben hat. Was haben der Heinrich Göbel und ich nun gemeinsam? Das Y-Cromosom, es wird nur männlich vererbt und ist, sofern keine der Ehefrauen fremd gegangen ist, gleich.

 

Friedrich Schröder, hat in einem kleinen Kreis die Punkte kritisch diskutiert und mir Informationen gegeben, die zu dem Thema von großen Interesse sein werden. Hierfür meinen recht herzlichen Dank. Ich halte die Ergebnisse seiner Glühlampen Forschung für sehr objektiv und weit reichend. Mit großer Spannung erwarte ich seine Veröffentlichung.

 

 

Uwe Sörensen, ist dem von Heinrich Göbel in seiner eidesstattlichen Erklärung angeführten Münchhausen auf der Spur. Hier ist in nächster Zeit ein Ergebnis zu erwarten, mit dem man nicht rechnen konnte. Herr Sörensen lieferte die Genealogischen Daten der Nachkommen Heinrich Göbel´s, hierfür recht herzlichen Dank.

 

Informationen / Analysen

 

Zur Beurteilung des Buches "Die Göbel Legende" ist es von großer Bedeutung, zu wissen, was war von 1800 - 1840 Stand der Technik im Umland von Springe und Hannover. Zwei Bücher der Deutsche Nationalbibliothek Deutscher Platz 1 D-04103 Leipzig geben hier einen hervorragenden Einblick!

 

Buch 1838

Leitfaden beim Unterricht in der Naturlehre für Progymnasien, Bürger- und Gewerbeschulen (Nienburg) 1)
Verfasser: Agthe, C.
Verleger: Hannover : Hahn
Erscheinungsjahr: 1838
Umfang/Format: XII, 194 S. : Mit 2 Kupfertafeln ; 8
DNB Leipzig RB XIV, 1

 

Inhalt kurz:

In Nienburg an der Weser wird vor 1838 aus Strom Licht erzeugen!

Nienburg, den 29. Juli 1838  1)

Dritter Abschnitt.      Von der Elekticität       Seite: 134 - 135

§. 209. Diese Elektricität wird sowohl durch …

Die Säule steht zwischen zwei Glas- oder trockenen Holzstäben, und ist oben und und auch wohl unten mit einer dicken Glasplatte isoliert. Ist die untere Platte von Zink, so muß die obere von Kupfer sein, und beide sind mit einem Haken versehen zur Aufnahme der Leitungs- und Poldrähte, durch welche die +E. des unter Zink- oder positiven Poles mit der –E. des oberen Kupfer- oder negativen Poles in Verbindung gebracht und dadurch die Säule geschlossen oder entladen wird. Ein zwischen beiden Polardrähten befindlicher Körper befindet sich im Wirkungskreise der Volta´schen Säule. Nur, wenn die Säule nicht geschlossen ist, zeigt sie freie Elektricität und wirkt sie nicht mehr nach Außen, wohl aber, worin gerade ihre Hauptwirkung besteht, chemisch, sowohl zersetzend als zusammensetzend, Licht, Wärme, Magnetismus u.s.w. erzeugend.

§. 211. Die elektrische Wirksamkeit der Säule hängt von der angewandten Flüssigkeit, der Reinheit der Platten, der Isolierung, der Temperatur und insbesondere von der Anzahl und Größe der Platten ab.

Wasser leitet am schwächsten, aber am längsten; verdünnte Schwefel- oder ….

 

Buch 1844

Die höhere Gewerbeschule in Hannover 2)
Verfasser: Karmarsch, Karl (1803-1879) Ausgabe: 2. sehr erw. Aufl.
Verleger: Hannover : Hahn
Erscheinungsjahr: 1844 Umfang/Format: VI, 206 S. : Mit Abb. d. Gebäudes d. Anstalt ; 8
Anmerkungen: Angeb.: Die polytechnische Schule zu Hannover. Hannover 1848
DNB Leipzig RB XXI, 15

Hr. Karmarsch hat den Vorgänger der UNI Hannover gegründet.

 

Information:

vor 1842 wird in Hannover an der Schule schon über Beleuchtungswesen unterrichtet

Karmarsch: Seite 129  2)

"... Neben den ordentlichen Lehrvorträgen und Unterrichtsstunden sind im Winter und Frühjahr 1842, unter Gutheißung des königlichen Ministeriums, in verschiedenen Abendstunden außerordentliche und unentgeltliche populäre Vorträge gehalten worden, welche sich einer großen Teilnahme unter allen Ständen, namentlich auch den Gewerbetreibenden, erfreuten.

Diese Vorträge waren folgende:

Direktor Karmarsch: über Borhinstrumente; über verbesserte Tischler-Werkzeuge; über Beleuchtungswesen: 6 Abende.

Direktor Glünder: über Fuhrwerke; über Verbesserungen an Feuergewehren: 6 Abende."

 

Information:

die politechnische Schule in Hannover nimmt auch Zuhörer reiferen Alterns auf (möglicher Weise einen Münchhausen? Der Münchhausen, an dem Herr Sörensen arbeitet, ist ein potentieller Kandidat)

Karmarsch: Seite 73  2)

III. Von der Aufnahme  der Schüler und Zuhörer.

Diejenigen, welche die politechnische Schule besuchen, und am Unterrichte Theil zu nehmen, werden in Schüler und Zuhörer unterschieden. Das regelmäßige Verhältnis zur Anstalt ist das des Schülers. Die Eigenschaft von Zuhörern ist als Ausnahme für solche Personen reiferen Alters vorbehalten, welche entweder nur an einzelnen Lehrfächern aus Interesse für die Wissenschaften, ohne Absicht einer umfassenden technischen Bildung, Theil nehmen wollen, oder deren Verhältnissen die eigentliche Schul-Disziplin nicht entspricht. Das geringste Alter für die Aufnahme überhaupt ist das vollendete sechzehnte Lebensjahr. Nur unter besonderen Umständen, bei einer hinreichenden Vorbildung, kann Denjenigen, welche nicht einen vollständigen technischen Kurs machen, sondern nur einzelne Fächer benutzen wollen, die Aufnahme mit dem vollendeten fünfzehnten Jahre bewilligt werden.

 

Information:

vor 1842 gehen die meisten Abgänger zum Militär (Die Genealogische Forschung bei Münchhausen zeigt, das sehr viele in militärischen Diensten standen)

Karmarsch: Seite 191  2)

Anlage V.   Nachweis

über
die von den abgegangenen Schülern ergriffenen und gegenwärtig getrieben Berufs-Zweige.
Militärs …………..……………………36
Geometer …………………………… 34
Landes-Ökonomie-Kondukteur …   1
Steuer-Offizianten ………………… 11
Post-Offizianten ……………………   1
Bergbaubediente …………………..   4
Salin – Eleven ………………………   4
Hüttenmann ………………………...    1
 

Analyse:

zu Seite 73 2): Der Gründer der "Höheren Gewerbeschule" Herr Karmarsch bezeichnet seine Schule in seinem Buch als politechnische Schule; nach Ansicht des Herrn Rohde auch eine verzerrte Darstellung? Dies zeigt, das die Begrifflichkeit für die Schule wohl nicht so eindeutig waren. Wenn jemand zu der Schule Kontakte hatte, sagt dies klar aus, das er nicht zum Lehrkörper gehörte! Hier schiebt Herr Rohde dem Heinrich Göbel etwas nicht gesagtes unter!
 
zu Seite 129 2): Schwerpunkte der Schule:!!!! Beleuchtungswesen und Feuergewehre --> Beide Punkte sprechen für eine hohe Wahrscheinlichkeit, das Göbel Informationen vor seiner Auswanderung zu dem Thema E-Technik haben konnte!
 

zu Seite 73 2): Auch Zuhörer wurden an der Schule Aufgenommen --> Einer der Zuhörer kann ein Herr Münchhausen gewesen sein, der dann sein Wissen an Goebel weitergegeben hat.

zu Seite 191 2): 36 Abgänger gehen zum Militär ---> Einer der Abgängern der Schule kann ein Münchhausen gewesen sein. Viele Münchhausen waren in der Zeit in militärischen Diensten.  3)

zu Seite 241 3): Eine Stichprobe in den Genealogischen Werken der Münchhausens zeigt, das es einen Münchhausen in Calenberg in der besagten Zeit gegeben hat. Auch hier hat Herr Rohde mangelhaft gearbeitet.

 

 

Information:

Rühlmann hat mit E-Technik und Physik an der Schule nichts zu tun gehabt. Er war Dr. phil.!

Glünder hat seine Ausbildung an der Militärschule genossen. Hier könnte es eine Verbindung zu Münchhausen gegeben haben.

 

Karmarsch: Personal Notizen über die Lehrer, welche gegenwärtig an der höheren Gewerbeschule wirken und früher gewirkt haben. 2)  Seite 133 - 152  

1) Karl, KARMARSCH,  erster Direktor, Lehrer der Technologie; geboren in Wien, den 17. Oktober 1803; .....

2) Georg Wilhelm GLÜNDER,  zweiter Direktor, Lehrer der Elementar- und höheren Mathematik; geboren zu Hannover am 24. Oktober 1799, besuchte das hiesige Lyzeum (zuletzt in der Sekunda) bis zum 1. Mai 1814, wo er als Kanonier und Kadett in die Artillerie der englisch-deutschen Legion eintrat. Nachdem er darauf die hiesige Artillerie-Schule besucht, im Sommer 1817 an einem größern Nivellement, (als Nivellement wird die Messung von Höhenunterschieden zwischen Punkten bezeichnet) behufs Anlegung eines (nicht zur Ausführung gekommen) Kanals zwischen Weser und Leine, mitgearbeitet, und die verschiedenen Unteroffiziers Grade durchgemacht hatte, wurde er im Mai 1818 zum Offizier ernannt und nach der Garnision Stade versetzt. Von dort aus besuchte er in den Jahren 1819 und 1820 die Universität Göttingen, zum Studium der Mathematik, Naturlehre und Astronomie. Bei seiner Ernennung zum Premier-Lieutenant im Sommer 1821 wurde er zugleich Adjutant bei dem in Hannover garnisonierten Theil des königlichen Artillerie-Regiments, als welcher er später (1830) den Guelphen-Orden (Der Guelphen-Orden war eine Auszeichnung des Königreichs Hannover. Er wurde am 12. August 1815 von dem Prinzregenten und späteren König Georg IV. gestiftet) erhielt. Nächst dem wurde ihm für die Wintermonate der Vortrag der Artilleriewissenschaft an der Millitärschule übertragen, wozu seit 1823 noch Vorlesungen über Physik kamen. Später, in den Jahren 1825 - 1830, hielt er noch einen besondern Vortrag über Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehrs. Im Anfange des Jahres 1831 wurde er zu seiner jetzigen Wirksamkeit an der neu errichteten höheren Gewerbeschule berufen und ihm bei seiner Entlassung aus dem Militärdienste der Kapitäns -Rang verliehen. In seiner gegenwärtigen Stellung als Direktor ist er auch Mitglied der königlichen Beratungskommission der Gewerbeschulen. Außer einer größeren Reise durch Deutschland, i. J. 1825, machte er 1835 eine Reise in Eisenbahn - Angelegenheiten nach Belgien und England, und i. J. 1840 eine eben solche nach Berlin und Sachsen; beide im Auftrage des königlichen Ministeriums. - Abgesehen von verschiedenen kritischen Artikeln, besonders in militärischen Zeitschriften, widmete er seine literarische Thätigkeit hauptsächlich dem in den Jahren 1831 -1835 erschienen "Hannoverschen militärischen Journal", so dessen Redaktion er Theil nahm, und für welches er einige größere Arbeiten lieferte. Als selbstständiges Werk erschien von ihm: Einrichtung und Gebrauch des kleinen Gewehres; Hannover 1830. Für das technische Wörterbuch von Karmarsch und Heeren verfaßte er den Artikel "Fuhrwerk". - Die Akademie der Kriegswissenschaften in Stockholm, und die Societät für nordische Alterthümer in Kopenhagen haben Glünder zu ihrem Mitglied ernannt.

3) Friedrich HEEREN, Dr. phil.,  Lehrer der theoretischen und praktischen Chemie, Physik und Mineralogie, geboren 11.August 1803 zu Hamburg; besuchte zum Jahre 1822 das Johanneum daselbst, bezog nach überstandener Maturitäts - Prüfung das dortige akademische Gymnasium, und 1823, in der Absicht, sich den Naturwissenschaften zu widmen, die Universität Göttingen,  ...

4) Georg Christian Konrad HUNÄUS, Dr. phil.,  Lehrer der darstellenden Geometrie und des geometrischen Zeichnens, so wie der praktischen Geometrie; geboren am 24. März 1802 zu Goslar; besuchte bis Michaelis 1813 das Progymnasium daselbst, ........

5) Christian Moritz RÜHLMANN, Dr. phil.,  Professor der Maschinenlehre und angewandten Mathematik; den 15. Februar 1811 in Dresden geboren; besuchte von 1829 an, die technische Bildungsanstalt seiner Vaterstadt, widmete sich, außer den allgemeinen Lehrgegenständen dieses Instituts, besonders der reinen Mathematik und der Mechanik (unter Fischer und Schubert), der Architektur (unter Heine); hörte gleichzeitig Vorträge an der dortigen Bauschule (unter Thürmer und Fischer), und erhielt nach Vollendung dieser Kurse (1833) Veranlassung, das Lehrfach der Mathematik zu seinem Berufe zu erwählen. Zu diesem Zwecke widmete er sich wiederholt den- humanistischen Akademie zu Dresden, und erhielt schon 1835 die Stelle eines Hülfslehrers der Mathematk bei der technischen Bildungsanstalt. In demselben Jahre konnte er auch, mit Unterstützung der königlich sächsischen Regierung, seine erste größere technische Reife (nach Östereich, den steirischen und kärntnischen Eisenwerken, den bairischen Salinen R..) übernehmen. Hierauf wurde er 1836, als ordentlicher Lehrer der angewandten Mathematik an der neu errichteten königlichen Gewerbeschule in Chemnitz angestellt. Da besuchte jedoch die Vorträge über Mechanik und Maschinenlehre erst mit dem dritten Lehrjahre beginnen konnten, so s.. er im Sommer desselben Jahres Gelegenheit, die früheren philosophischen Studien durch den Besuch Leipzigs, und namentlich durch Privatissima über Herbart´sche Philosophi (bei Hartenstein) beschließen zu können. Von jetzt an widmete er sich allein der mechanischen Technologie und dem Maschinenwesen, wozu ihm sowohl Chemnitz, als Mittelpunkt der sächsischen Industrie, treffliche Gelegenheit bot, wie auch ein 1837 durch die Munifizizenz des sächsischen Ministeriums des Innern veranlaßter längerer Aufenthalt in Belgien, Frankreich und der Schweiz. Im Jahre 1839 nach einem zweiten Besuche Frankreichs, wurde er in Chemnitz als Techniker für Zoll- und Privilegien-Sachen verpflichtet. 1840 ertheilte ihm die Universität Jena die philosophische Dokorwürde. In demselben Jahre erhielt er den Ruf zu seiner gegenwärtigen Stellung ... von Gr. Majestät dem Könige ihm das Prädikat eines Professors verliehen wurde. 1841 ist er zum Mitglied der Direktion des Gewerbevereins für das Königreich Hannover gewählt worden; 1842 trat er, vom königlichen Ministerium ernannt, in die damalige Eisenbahn-Kommission und machte in dieser Eigenschaft eine technische Reife und den vorzüglichen Eisenbahnen des Kontinents.- Literarische Arbeiten: Andeutungen über sächsische Mahlmühlen und deren Mahlmethoden, (Programm der Chemnitzer Gewerbeschule vom Jahre 1836.) - Logarihmischtrigonomische und andere nützliche Tafeln, zunächst für Schüler gewerblicher Bildungsanstalten, Dresden und Leipzig 1837; zweite Auflage 1840. - Die technische Mechanik und Maschinenlehre, zunächst als Leitfaden für den Unterricht an gewerblichen Lehranstalten x., ohne Anwendung der Differential- und Integral-Rechnung, Dresden, 1. Abtheilung (Geostatik) 1840, 2. Abth. (Geodynamik) 1841, 3. Abth. (Hydrostatik, Hydrodynamik, Aerostatik und Aerodynamik) unter der Presse. - Artikel "Ausschlagmaschine" in Hülsse´s Maschinen - Encyklopädie, Bd. I. - Mehrere Original - Artikel für das von Karmarsch und Heeren herausgegebene "Technische Wörterbuch". - Aufsätze in den früheren Jahrgängen des sächsischen Gewerbe - Blattes. - Seit 1842 ist Rühlmann Mit-Redakteur des Hannoverschen Gewerbe - Blattes.

6) Ernst EBELING,  Baumeisterrster , Lehrer der Baukunst; geboren am 29. Oktober 1804 zu Hannover, wo er den Schulunterricht genoß; ....

7) Philipp August Friedrich MÜHLENPFORDT, Dr. med.,  Lehrer der Zoologie und Botanik;  ist den 30. Januar 1803 zu Göttingen geboren;

8) Bernard WESSEL,  Hof - Bildhauer, Lehrer des Bossirens, geboren zu Osnabrück den 31. Januar 1795;  ..........

9) Heinrich SCHULZ,  Maler, Lehrer in der höheren Abtheilung des freien Handzeichnens; geboren den 19. August 1797 zu Hannover; ....

10) Georg Heinrich BRAUNS,  Maler, Lehrer in der Elementar - Abteilung des freien Handzeichnens; geboren zu Hannover am 13. Junius 1808; .

B. Abgegangene Lehrer.     

1) Benedikt LISTING, Dr. phil., außerordentlicher Professor der Physik an der Universität Göttingen; ist geboren den 25. Julius 1808 zu Frankfurt am Main, .....

2) Arnold Heinrich DEICHMANN,  geboren zu Hannover den 21. Mai 1800; trat, bereits vor seiner Konfirmation, am 1. Mai 1814 als Kanonier und Kadett ............1826 abtrat, um nach Hannover zurückzukehren, was nun sein Aufenthaltsort blieb. 1831 übernahm er sein Amt an der höheren Gewerbeschule, welches er nur kurze Zeit bekleidete, da er schon am 26. April 1832 starb.- In Berlin trat LEOPOLD vielen bedeutenden Persönlichkeiten nahe. So .....

2) Johann Georg Friedrich HARTMANN ,  verstorben als Lehrer der praktischen Geometrie und des geometrischen Zeichnens; geboren am 4. Julius 1796 zu Elbingerode am Harz; ....... Starb am 23. August 1834. -

3) Christian Friedrich EICHHORN, Dr. phil.,  verstorben als Lehrer der Maschinenlehre und angewandten Mathematik; war geboren den 3. Januar 1804 zu Osnabrück, ....... Er starb am 8. September 1836. ....

 

 
 

Karmarsch: Ausrüstung in Hannover  2)  Seite 94 - 95

8) Das physikalische Kabinet (unter der Aufsicht des Lehrers der Physik) besteht gegenwärtig aus 250 Nummern, worunter an größeren und kostspieligeren Apparaten: Arwood´s Fallmaschine, eine Zentrifugalmaschine, eine große Cooulomb´sche Drehwaage, eine große fein gearbeitete Waage nach Ramsden´s Konstruktion, eine als Manometer zu gebrauchende Waage; ein Erd- und ein Himmelsglobus von 21 Zoll Durchmesser; eine Uhr mit künstlichem Planetarium, woran die Himmelskörper mit den wahren Umlaufzeiten sich bewegen; ein großer Heronsbrunnen, ein wirkendes Model eines hydraulischen Winders, Örsted´s Apparat zur Zusammendrückung des Wassers, eine Sammlung von 14 verschieden Aräometern; eine …… Genaue korrespondierende Heberbarometer und einige andere Barometer, August´s Psychrometer; ein Apparat zur Kondensation des kohlensauren Gases, ein gangbares Modell einer Hochdruck-Dampfmaschine; ein gläsener Hohlspiegel von 12 Zoll Durchmesser, ein großes Mikroskop mit achromatischen Linsen und allem Zugehör, Apparate für die Beugung und Polarisation des Lichts, Fraunhofer´s Camera lucida, ein vollständiger Daguerre´scher Apparat zu Lichtbildern; zwei Elektrischemaschinen nebst einer Batterie von 16 großen Flaschen und allem sonstigen Zubehör, eine Volta´sche Säule mit 100 Plattenpaaren von 9 QZoll, ein großer galvanischer Apparat mit einem Plattenpaare, ein Paar Zambonische Säulen, Grove´s galvanischen Apparat, zwei verschiedene Bunsen´sche Kohlenbatterien, ein thermo-elektrischer Apparat, vier große Magnete, eine astatische Magnetnadel, ein großer Elektomagnet, elektromagnetische Apparate nach Pfaff, Reef, Watkins, Stöhrer, u.s.w.

 

 
 

"Die Göbel Legende" Rohde: 6.1 Die Prüfung der "Goebel-Defence" Seite 49 - 50

c) … Die Hinweise auf vorbereitende elektrotechnische Experimente in Springe dienen ebenso dem Zweck, Goebels Fähigkeit zu Anfang der 1850er Jahre plausibel zu machen.  - Doch das ist höchst unwahrscheinlich, diese Aussagen sind völlig unglaubhaft. In dem ärmlichen Landstädtchen kann es die Voraussetzungen für solche Experimente nicht gegeben haben.
William R. Grove von der Royal Society hatte nach 1840 in London seine Experimente wegen der hohen Kosten für Batterie-Strom eingestellt. Die Vorstellungen, das man in Hannover oder Springe dazu in der Lage gewesen sein soll, sind absurd. Tanner hat bei seinen Befragungen 1894 dafür auch keinerlei Hinweise erhalten, sondern nur eine Bestätigung für das Gegenteil: Der befragte Professor Rühlmann an der Technischen Hochschule sagte aus, dass damals auch niemand in Hannover über den neuesten Stand der lichttechnischen Experimente informiert gewesen sei ...“    

6 Vgl. Tanner (1894), S. 113 f.; Tanner war aus England angereist, um Nachforschungen über Goebel anzustellen. Seine Recherche konnte sich auf zuverlässige Zeugen stützen. In Hannover befragte er den Dozenten für Mathematik, Maschinenlehre und Mechanik Prof. Dr. Moritz Rühlmann, Ehrenbürger von Hannover, der seit 1840 an der Höheren Gewerbeschule lehrte (vgl. auch Trommsdorff (1931), S. 55). In Springe sprach er mit einem Gerichtsdiener, der 1816 geboren war. Beide konnten also auf die Zeit Goebels in Springe zurückblicken.

Der ihm bekannte Professor habe schon ein gutes Licht erfunden gehabt, er sei dann aber gestorben, als er sich darum bemühte, die Schwierigkeiten zu überwinden, es auf kommerzieller Basis zu produzieren. Diese Behauptung geht in die Unglaubwürdigkeit über die der Aussage von 1893 hinaus, sie ist nicht wiederholt worden.

g)  Goebels Geschichte von der Bogenlampe auf dem Hausdach und dem Einsatz der Feuerwehr hat offenbar die Funktion, die Hinwendung zur Arbeit an der feuersicheren Glühlampe zu erklären. - Doch die Geschichte ist nicht glaubhaft. Die Ausführungen .... Zweitens muss bedacht werden, dass auch die Bogenlampe in den frühen 1850er Jahren noch völlig in den Anfängen stand: Er profilierte sich hier also als Pionier einer weiteren Technologie;

n) Goebel gibt an, dass er vielen M.........

 

 

Analyse:

zu Seite 129 2): Prof. Rühlmann (*15.2.1811 Dresden) war der Prof. für Maschinenbau und Mathematik. Als Tanner, Rühlmann befragte, war dieser 83 Jahre alt! Wie lässt es sich erklären, das Herr Rühlmann eine falsche Aussage machte? Die Aussagen von Herrn Rühlmann oder das falsche Verstehen von Herrn Tanner sind der Beginn der Lügengeschichte des Herrn Rohde und anderer Herren. Für Physik war der Direktor Herr Karmarsch zuständig, der dokumentiert in seinem Buch (1844!) eine ganz andere technische Welt in Hannover, als dies Herr Rühlmann angeblich von sich gab.
 
 

Analyse:

Das Buch des Herr Rohde ist hier mangelhaft!
 
zu Seite 94 und 95 2): In dem Physikalischen Kabinett waren vor 1844 schon alle Materialien verfügbar, die man für die Experimente mit Licht benötigte.
 
zu Seite 134 - 135 1): In Nienburg an der Weser wurde vor 1838 schon mit Strom und Licht experementiert!!!!!!
Herr Rohde ist der Meinung, dass diese Möglichkeit absurd ist. Hier zeigt sich, wie wenig er sich mit den technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit beschäftigt hat.
 
"Der ihm bekannte Professor habe schon ein gutes Licht erfunden....." Diese Aussage von Heinrich Göbel zeigt einen sehr positiven Karakterzug, er beansprucht nicht der Erfinder zu sein, sondern er nennt die Quelle seines Wissens. Das macht heute nicht jeder!
 
Da Herr GLÜNDER eine Militärschule besuchte (möglicher weise "Wilhelmstein" im Steinhuder Meer  (1710.04. / 09.06.1767 Eröffnung der "Praktischen Artillerie- und Genie-Schule". Hier wurde das Fach Physik unterrichtet.), können hier Informationen vorhanden gewesen sein,  die zur Klärung "Stand der Technik" weiteren Aufschluss liefern können. Hier ist eine weitergehende Forschung notwendig!   http://www.burgenwelt.de/wilhelms/gelie.htm
 
 
 

"Die Göbel Legende" Rohde: Seite 50

d) …Goebels knappe Andeutungen über Experimente an einer "magnetische Maschine" sollen einen weiteren Beweis für seine technische Fortschrittlichkeit liefern.- Doch diese Darlegungen sind nicht überzeugend. Denn die Beschreibung ist sehr vage.

 

 

Widerspruch Edison Zeuge

"Die Göbel Legende" Rohde Seite 216: c 2.042 Andrew J. BROWN, 39 Jahre alt

Angestellter eines Schulbuchverlages, sagt, dass er zwischen 1865 und 1867 nur ein paar Türen von Goebels Laden entfernt gewohnt habe. Er habe Henry Goebel gekannt, der ein großer Gesprächsführer gewesen sei. Er habe Englisch ohne Probleme gesprochen. Mit dem jungen Henry Goebel sei er zusammen zur Schule gegangen und danach oft in den Laden. Niemals habe er dort oder an dem Teleskop-Wagen etwas von elektrischen Lampen gesehen. Es habe aber eine elektrische Glocke gegeben. Auch in der Grand Street habe er den Laden ein paar Mal besucht. Auch hier habe es keine elektrischen Lampen gegeben. Goebel sei sehr gesprächig gewesen (he was a talker), er habe immer ein bisschen angegeben. Diese Erklärung widerspricht n und t, und 2.086 (Hinzugefügt vom HHGoe)

 

 

Widerspruch Edison Zeuge

"Die Göbel Legende" Rohde Seite 222: c 2.086 Eugene RAYEN, 50 Jahre,

sagt aus, dass er mit seinem Bruder bis 1868 im Hause Monroe Street 271 über den Goebels gewohnt habe; er habe Henry Goebel jeden Tag gesehen und gesprochen. Er sei sehr gesprächig gewesen und sprach Englisch sehr gut. Goebel habe niemals elektrische Lampen hergestellt oder davon gesprochen. Mit einer langen deutschen Pfeife pflegte er vor dem Haus zu stehen und mit Nachbarn und Freunden zu reden. Sein Laden sei durch normale, damals übliche Lampen beleuchtet worden. Niemals habe er von einer Klingel gehört, die im Laden installiert worden sei. Auch elektrische Lampen habe es nie auf dem Fernrohrwagen gegeben. Von einem Alarm, ausgelöst von einem hellen Licht auf dem Hausdach, wisse der Zeuge auch nichts. Wenn Goebel elektrischen Strom gehabt hätte, hätte Goebel davon erzählt, und der Zeuge hätte es gewusst. Das widerspricht g, n und t. (Affidavit vom 9.2.1893, 5 S., Box 597, Folder 2) (S. 508 - 511)

 
 

Analyse:

Dieser Widerspruch wird von Herrn Rohde nicht erkannt

Es gibt zwei Zeugenaussagen der Edison Seite im Prozess von St. Louis, aus denen eindeutig abgeleitet werden kann, das Heinrich Göbel eine Glocke (einfache mechanische Maschine) vor 1867 gebaut hat. Der Widerspruch dieser beiden Zeugen belegt, das Heinrich Göbel sich eindeutig vor 1867 sich mit dem Thema Elektrizität beschäftigt hat. Warum Herr Rohde dies nicht bemerkt hat und nicht auf diesen Widerspruch in seinem Buch eingeht, ist für mich nur so zu erklären, das er die für Göbel positiven Punkte nicht sehen wollte!

Er hat vor 1865 eine Glocke gebaut! Damit kannte er das Prinzip, aus Strom ein magnetisches Feld zu erzeugen und in eine Bewegung umzusetzen!!! Hypothese: Nur für eine Glocke sich eine Batterie zu beschaffen war zu wenig. Als Uhrmacher war es wichtig, eine gute Lichtquelle zu haben. Dies ist aus meiner Sicht die Motivation gewesen, an dem Thema Glühlampe, elektrische Beleuchtung zu arbeiten!

 

 
Systematische Erfassung und Auswertung aller Zeugenaussagen in einer Excel Tabelle.

 

 

 

 
 

"Die Göbel Legende" Seite 236

(2.178) William H. MEADOWCROFT; Rechtsanwalt und Sekretär für die Edison Company in Harrison, New Jersey, sagt, er habe die Affidavits der Goebel-Defence alle untersucht. Er kommt zu dem Ergebnis, dass diese Erklärungen überwiegend von Verwandten, Freunden, Bekannten und Nachbarn Goebels abgegeben worden seien - Personen also, die alle mehr als nur ein gewöhnliches Interesse an Goebel gehabt haben. Von den 72 Affidavits der Verteidiger im Beacon Fall seien dies 45, also 63 Prozent gewesen; von den 170 Affidavits im Colmbia - Fall seien es 96 oder 56 Prozent gewesen. Auffällig sei auch, Das etliche Zeugen, die Henry Goebel guten Charkter bezeugt und ihn über Viele Jahre gekannte haben, nichts von der Existenz der elektrischen Glühlampen bestätigt haben. (Affidavit vom 27.5.1893, S. 32-35) (S. 748 – 751))

 

 

Analyse:

Tabellen Auswertung der Zeugenaussagen ergibt ein anderes Bild (Vor Gericht werden als Befangen, nur die Verwandten und Verschwägerten Zeugen ausgeschlossen, dies sollte hier auch gelten) Danach waren:

In St. Louis waren 8% Verwandt bzw. Verschwägert 
In Boston waren 19% Verwandt bzw. Verschwägert
61% der Befragten bezeugen die Existenz der Glühlampe bei Heinrich Göbel
 

Das Alter der Edison Zeugen wird in dem Buch nicht berücksichtig

"Die Göbel Legende" Seite 224  c 2.106 --> 15 jähriger sagt aus: Nachbar sagt, er habe seit 1851 in der Nachbarschaft von Henry Goebels früherem Laden in der Monroe Street 271 gewohnt. Er sei zwischen 1858 und 1859 Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr gewesen. Niemals habe er von einem Alarm wegen eines hellen Lichtes auf dem Dach des Hauses gehört. Oft habe er Henry Goebel gesprochen.

"Die Göbel Legende" Seite 224 c 2.107 --> 9 jähriger sagt aus: In seinem Laden und an seinem Teleskop-Wagen habe er gewöhnliche Öllampen gehabt. Das Widerspricht g, n und t. Der Zeuge sei damals Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr gewesen, die für die Monroe Street zuständig gewesen sei. Niemals habe er davon gehört, dass es in der Monroe Street 271 einen Alarm gegeben habe.

 

Analyse:

 

Das Alter einiger Zeugen, macht diese Edison Zeugen unglaubwürdig. Zeugen die nichts gesehen haben sind leicht zu finden, so sind die Edison Zeugen anders zu gewichten.

 

 

 

Information:

Kontakte gleich Professor an der Schule !

"Die Göbel Legende" Rohde: 6.1 Die Prüfung der "Goebel-Defence" Seite 49

(b) Goebels Betonung seiner engen Bekanntschaft mit Professor Münchhausen, einem frühen Experten der Elektrotechnik, der Kontakte zur Schule für Technologie in Hannover gepflegt habe, erweckt den Anschein, dass seine Arbeit wissenschaftlich fundiert gewesen sei. -  Dies ist jedoch sehr zweifelhaft. Schon die Bezeichnung "Schule für Technologie" ist verzerrt: Die 1831 gegründete Institution nannte zu Goebels Zeiten "Höhere Gewerbeschule". Vor allem aber ist ein Angehöriger des Lehrkörpers mit Namen "Münchhausen" weder als ordentlicher noch als außerordentlicher Professor nachweisbar. Auch in den Akten von Stadt und Amt Springe taucht dieser Name in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht auf, genauso wenig in den Unterlagen der benachbarten Stadt Eldagsen und des Amtes Calenberg.

 
Aussage Heinrich Göbel

"Die Göbel Legende" Rohde: Anhang IV Seite 163 Goebels Affidavit vom 21. Januar 1893 ....Mein Beruf in Deutschland war Mechaniker, Uhrmacher und Optiker und lernte ich mein Handwerk in Springer, Deutschland wo ich auch praktische Erfahrung mit Elektricität und Chemie mir erwarb, und von Professor Münchhausen, welcher ein ausgedehntes Wissen im elektrischen Felde hatte, Unterricht erhielt. Uebrigens half ich ihm mit physikalischen Experimenten und führte unter seiner Leitung eine große Anzahl Versuche aus, unter anderen, Versuche zur Erzielung von Licht mittelst Elektricität, in der Herstellung galvanischer Batterien, Einrichtungen zum Läuten von Glocken, usw. Ich machte auch eine gute Anzahl physikalischer Instrumente unter der allgemeinen Leitung dieses Professors Münchhausen, meistens für Lehrer der Schule für Technologie in Hannover und für Professor Münchhausen und Andere. ........

 

Münchhausen Genealogie

Standort: 35; 56; FKN; IfP Verfasser: Lenthe, Gebhard von Titel: Gebhard von Lenthe und Hans Mahrenholtz. Stammtafeln der Familie von Münchhausen.  3) T. 1.2. Erschienen: Rinteln : Bösendahl Jahr: 1871-76 Serie: Schaumburger Studien ; ... Quelle: DB Schlagwörter: Münchhausen von <Familie> 1. Titel: Tafeln und Namenverzeichnisse Jahr: 1971 Umfang/Seiten: VIII, 24 S., 32 Taf. Serie: ... ; 28 Rezension: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 44, 1872, S. 427 2. Titel: Textband zu den Tafeln I-LI, I.-XX. Generation Jahr: 1976 Umfang/Seiten: VI, 440 S. Serie: ... ; 36 Rezension: Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte 50, 1978, S. 464

 
 

Seite 241 3) 761 Albrecht Friedrich Münchhausen * Seehof b. Rinteln 20.5.1798, get. 26.5., + Hannover (Georgsplatz) 9.8.1880 am Herzschlag. Schule Hannover, 1815/17 stud. Göttingen u. Heidelberg. 1818 Apr. 13. Auditor bei Amt Calenberg, 1820 Amtsassessor,......

 
 

Zusammenfassung und Ausblick:

Das Buch ist nicht Objektiv. An einigen Stellen konnte nachgewiesen werden, das in dem Buch falsche Schlüsse gezogen werden. Es ist festzustellen, Heinrich Göbel war kein Hochstapler! Die Analyse und Forschung ist noch nicht zu Ende. Dies ist ein Zwischenbericht, die Forschung geht weiter. Herr Rohde sollte sich einfach entschuldigen und mit an einer objektiven Forschung arbeiten. Vielleicht geben wir dann, in ein paar Jahren, den Band 2 seines Buches gemeinsam heraus. Möglicher Titel: "Eine Wende in der Göbel-Legende"

Die nachweisbaren technischen Möglichkeiten, um Hannover im Anfang des 1900 Jahrhunderts, zeigen ein anderes Bild, als das des Herrn Rohde.

 
   

Friedrich Schröder: Warum wird stets um den heißen Brei herumgeredet. hgn hat einen umfassenden Leserbrief in der NDZ hinterlegt. Darin vertritt er seine Position, die er ruhig weiterpflegen soll. Er sollte aber auch jene Stimmen zitieren, die gegenteiliger Meinung sind und die seine Art der Heilslehre nicht teilen. Damit die geneigten Leser dieser Seite ein vollständiges Bild bekommen, hier meine Stellungsnahme zum hgn-Leserbrief. Im Übrigen kann ich nur unterstützen, was andere schon forderten, schmeißen Sie den Vorurteilsunsinn hgn's endlich mal aus WIKIPEDIA raus. Soll doch hgn seine Obsessionen auf andere Weise ausleben, er kann sich ja beispielsweise eine Vodoopuppe in Gestalt Henry Goebels basteln, um sich durch transzendentale Quälereien endlich einmal von seinem fixen Bild zu befreien. Hier nun mein Leserbrief in der NDZ: Zum Leserbrief von Herrn Horst-Günter Neubauer (hgn): „Fragwürdiger Held als Ikone der Heimatverbundenheit“ Ganz sicher liegt es nicht in meinem Interesse, an dieser Stelle eine Leserbriefauseinandersetzung mit Goebel-Kritikern zu führen. Aber anscheinend gibt es hierzulande lediglich drei Männer, die sich im Besitz der absoluten Wahrheit glauben, nämlich Horst-Günter :Neubauer, Hans-Christian Rohde und Dietmar Moews. Unisono und ungeniert stempeln sie all jene, die das Goebelthema entspannter behandeln und sich auch dazu äußern, als Fantasten oder verbohrte Goebelfolkloristen ab. Nicht zuletzt Neubauers Generalschelte entlarvt auch ihn als Goebelexzorzisten, der Aufgeschnapptes zur Wahrheit erklärt und damit missionieren geht. Tatsache ist, dass es nur wenige Quellen neben denen der Gerichtsprozesse gibt, die mit absoluter Zuverlässigkeit den Beitrag oder Nichtbeitrag Goebels zur Glühlampenerfindung bestätigen können. Dieser Tatsache müssen sich auch die drei Herren stellen. Lediglich Gerichtsakten zu interpretieren und gehegte Vorurteile sich selbst und anderen gegenüber als wahr zu bestätigen, reicht nicht. Alle drei übersehen, dass bereits zu Goebels Zeiten istim Königreich Hannover nachweislich Elektrotechnik und elektrische Beleuchtungstechnik gelehrt wurde: Am Progymnasium in Nienburg sowie an der Höheren Gewerbeschule und späteren Polytechnischen Schule als Vorläufer der heutigen Leibniz Universität. Das wird belegt durch zwei Publikationen des ersten Direktors und Gründers der Höheren Gewerbeschule Karl Karmarsch aus den Jahren 1831 und 1844 sowie durch den „Leitfaden beim Unterrichte in der Naturlehre für Progymnasien etc.“ von 1838 des Autors Carl Agthe. Diese Bücher befinden sich im Bestand der Leibnizbibliothek Hannover. Als weitere Quellen, die die Publikationen Karmarschs bestätigen, sind die Rechnungsbücher der Höheren Gewerbeschule/ Polytechnischen Schule zu nennen. Diese geben detailliert Auskunft über Personal und Ausgaben für den Bestand der Laboratorien. Auch Rohde hatte diese Quellen genutzt, wie sein handschriftlicher Benutzungsvermerk in den Rechnungsbüchern bis 1844 bestätigt. Allerdings klafft eine Lücke in der Reihe der Rechnungsbücher, und zwar von 1845 bis 1851. Ich stellte einen Suchauftrag, der bedauerlicherweise erfolglos blieb, da dem Staatsarchiv zufolge diese Bücher nicht als Bestand gelistet seien. Stutzig macht, dass die fehlenden Rechnungsbücher, die exakt den strittigen Zeitraum umfassten auch hätten belegen können, dass Goebel Kontakt zur Höheren Gewerbeschule/Polytechnische Schule und zu deren Lehrern gehabt haben könnte. Und weiter: Rohdes Indiziengerüst stützt sich weitgehend auf den Artikel des englischen Journalisten A. M.Tanner von 1894 ab. Dieser Artikel sowie die von Rohde daraus abgeleitete Glaubwürdigkeit des Herrn Rühlmann bezüglich seines Wissens über die Historie der Höheren Gewerbeschule/Polytechnischen Schule, dass im krassen Gegensatz zu Karmarsch und Agthe steht, sowie das Fehlen der Rechnungsbücher dieser Schule aus den Jahren 1845 bis 1851 rechtfertigen durchaus den Verdacht einer gezielten Manipulation der Aussagen von Professor Rühlmann durch Tanner. Hatte Rühlmann dem Journalisten etwa die heute fehlenden Rechnungsbücher zu Recherchezwecken überlassen, die der dann aus heute nicht erklärlichen Gründen nicht zurückgab? Es ist unvorstellbar, dass Professor Rühlmann nichts über die Existenz der Bücher seines Direktors Karmarsch und deren Inhalt wusste. Schon allein diese Tatsache rechtfertigt die Annahme, dass hier die Wahrheit verbogen worden ist - damals und so auch heute. Unbestritten ist, dass Goebel Inhaber von Erfinderpatenten war. Das Patent von 1882 beschreibt die Verbindung von Kohlefäden mit den metallenen Zuleitungen innerhalb des Glühlampenkörpers. Dieses Patent wurde von Rohde als irrelevant dargestellt. Da fragt sich natürlich der geneigte Laie, warum hatte sich Edison zwei Jahre später eine ähnliche Verbindung patentieren lassen (Patent liegt vor)? Apropos Edison: Dieser wird von Rohde als der alleinige Erfinder der Glühlampe hochgejubelt. Allerdings übersah er dabei, dass dem Kanadier Henry Woodward 1874 in Kanada das Patent auf eine Glühlampe mit Kohleglühfaden erteilt wurde. Dieses Patent wurde 1876 auch in Amerika erteilt. Woodward verkaufte 1875 einen Teilanspruch seines kanadischen Patents an Edison, der auf dieser Basis seine eigenen Entwicklungen vorantrieb. Zu guter Letzt: Goebel war Zeuge in Prozessen zwischen Unternehmen in Amerika, die Glühlampen produzierten. Goebel sagte in diesen Prozessen nichts anderes aus, als das auch er an einer bestimmten Form von Glühlampen gearbeitet habe. Im Rahmen dieser Prozesse baute er solche Lampen nach. Dass diese Nachbauten den Vergleich mit den strahlenden Edisonlampen nicht standhielten, verwundert daher nicht. Das eigentliche aber offensichtliche Problem der drei Herren ist die Tatsache, dass die Zeugenaussage Goebels lediglich eine Zeugenaussage war. Ihre ehrabschneiderischen Behauptungen sind eher eine Konstruktion ihrer vermuteten Bewertung der Zeugenaussage Goebels durch das Gericht. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund läuft die Schützenhilfe Neubauers für Rohde ins Leere. Friedrich Schröder, Springe